17. Dezember 2014

NZZ und FDP: «Verwaltungsrat lebte auf einem anderen Planeten»

Ein FDP-Parteiblatt sei die NZZ nicht mehr, betont FDP-Parteipräsident Philipp Müller. Aber eine natürliche Nähe zwischen der Partei und der Zeitung gebe es schon: «Die NZZ und die FDP haben die identische DNA.» Beide verpflichteten sich dem Liberalismus, einer freiheitlichen Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung.

Wegen dieser Nähe sagen auch alle angefragten FDP-Politiker, die NZZ sei wichtig für die FDP. Als Zeitung eben, welche die liberalen Positionen vertrete. FDP-Ständerat Felix Gutzwiller begründet es so: «Gerade eine liberale Partei ist darauf angewiesen, dass in der Gesellschaft liberale Grundüberzeugungen und -werte zum Ausdruck kommen, diskutiert und thematisiert werden. Und das tut die NZZ.»

Felix Gutzwiller hat grosse Mühe mit dem Verwaltungsrat – in dem ja mit Karin Keller-Sutter notabene eine FDP-Ständerätin sitzt. Er könne nur schlussfolgern, dass der Verwaltungsrat das liberale Zürich und die Emotionalität rund um die liberalen Grundwerte zu wenig miteinbezogen habe: «Vielleicht war er auch zu weit weg von der Zürcher Szene, um voraussehen zu können, was diese Berufung auslösen wird.»

Auszug aus SRF Online

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